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Geschichte

Zum Pfitscher vor der Renovierung
Der Pfitscher seit 1350

Wenn alte Gemäuer erzählen könnten, was hätte uns der „Pfitscher“ doch alles zu berichten! Gespannt würden wir seinen Ausführungen lauschen über längst vergangene Zeiten und über unzählige Menschen, die über die Jahrhunderte bei ihm aus- und eingegangen sind.

Erstmals erwähnt wird der „Pfitscher“ bereits um das Jahr 1350. Damals wird der Hof, der als einer der ältesten Erbhöfe des Gerichts Sterzing gilt, noch als „Praunhof“ bezeichnet; als solcher wird er für den Weiler Braunhofe namengebend.

Zum Pfitscher nach der Renovierung
Der Pfitscher um 1750

Später wird der „Praunhof“ geteilt: Um 1750 ist eine Hälfte des Hofes im Besitz des Jakob Rainer, die andere Hälfte gehört den Kindern von Jakob Praunhofer.

Jakob Rainers Sohn Johann erbaut im Jahr 1759 gleich nebenan den „Pfitscher Stadel“, wie an der Inschrift in den Holzbalken des Dachstuhls am Stadel nachzulesen ist. Dessen Sohn – er trägt ebenfalls den Namen Johann – wird im ausgehenden 18. Jahrhundert erstmals als „Pfitscherbauer“ bezeichnet. Und diese Bezeichnung hat sich bis heute gehalten.

Zum Pfitscher Kreuzgewoelbe
Zum Pfitscher Kreuzgewoelbe im Zimmer
Der Pfitscher heute

Fast unverfälscht erhalten hat sich auch das Hofgebäude, das in großen Teilen noch aus spätgotischer Zeit stammt. Einige Besonderheiten wie das imposante Spitzbogenportal aus weißem Marmor, die Labe (Flur) und das Kreuzgratgewölbe in einer Kammer geben Zeugnis vom Wohlstand der einstigen Besitzer, …

Zum Pfitscher Labe

… ebenso die barocken Fassadenfresken mit Darstellungen von Mariahilf, Florian und Johannes von Nepomuk. Immerhin war der Pfitscher bereits in früherer Zeit nicht nur ein Bauernhof, sondern wurde auch als Gasthof genutzt und stand vermutlich in enger Verbindung zum Bergbau am nahegelegenen Schneeberg.

Zum Pfitscher Fassadenfresken
Zum Pfitscher Stube
Zum Pfitscher Flur

Und so hat der „Pfitscher“ die Jahrhunderte überdauert, hat vielen Generationen ein Zuhause gegeben und in seinen Räumlichkeiten zahlreiche Gäste beherbergt. Seiner heutigen Besitzerfamilie Gschwenter ist es zu verdanken, dass der alte Hof im Jahr 2012 einer umfassenden wie umsichtigen Restaurierung zugeführt worden ist. Das gesamte Hofensemble mit dem mächtigen barocken Stadel kommt nun wieder voll zur Geltung und auch die alte Gasthaustradition wurde mit neuem Leben erfüllt.

Zum Pfitscher Weinkeller

Machen wir es uns in dem geschichtsträchtigen Gemäuer gemütlich und genießen die außergewöhnliche Atmosphäre. Dann lebt der „Pfitscher“ weiter und hat auch in Zukunft vieles zu erzählen.

Zum Pfitscher Tische